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Ute Bruhn

Hauswirtschaftsleiterin im Fichtenhof, der Freizeit- und Tagungsstätte der Segeberger Wohn- und Werkstätten

Ich habe 2010 als Krankheitsvertretung mit 15 Wochenstunden im Fichtenhof in Rickling, unserer Freizeit-, Tagungs- und Begegnungsstätte, angefangen. Ich bin Hauswirtschaftsleiterin und habe bereits vorher in einer Einrichtung der Behindertenhilfe gearbeitet.

Im Fichtenhof bin ich für die Ausbildung verantwortlich. Wir bilden Hauswirtschafter und Fachpraktiker Hauswirtschaft und Küche aus. Im Rahmen unserer Arbeit im Tagungshaus lernen die Azubis alle hauswirtschaftlichen Abläufe, vom Zubereiten und appetitlichen Anrichten der Gerichte über das Herrichten und Sauberhalten der Veranstaltungs- und Übernachtungsräume bis zur Wäschepflege und der Dekoration von Räumen. Zudem lernen sie, Großveranstaltungen auszurichten und zu betreuen.

Außerdem vertrete ich unsere Abteilungsleiterin der Betriebsstätte Rickling, zu der neben dem Fichtenhof auch noch Arbeitsplätze in der Großküche des Psychiatrischen Zentrums, im Lindenhofladen, der Wäscherei, zwei Garten- und Landschaftsbaubereichen, dem Restaurant Café Spindel in Bad Segeberg, dem Café Friedrich in Trappenkamp sowie einer Industriegruppe auf dem Lindenhof gehören. 

plane ich den Tag schon für mich durch und überlege, welche Aufgaben besonders wichtig sind und deshalb zuerst erledigt werden müssen. Ob es wohl Krankmeldungen gibt? Wer kann dann einspringen? Was sollen die Azubis heute Besonderes erledigen? All das bedenke ich schon unterwegs.

ist die Vielfalt der Aufgabenbereiche. Ich muss möglichst flexibel auf die unterschiedlichsten Anforderungen reagieren, hier bei uns im Fichtenhof, aber auch in der Betriebsstätte Rickling, die in den letzten Jahren sehr groß geworden ist. Ich muss alles mit im Blick behalten und trotzdem ruhig und wertschätzend mit den Beschäftigten und Kollegen umgehen. Denn ein freundlicher Ton ist das A und O bei uns. Er macht für alle Beteiligten den Arbeitstag angenehm und sorgt dafür, dass man auch morgen gern wiederkommt.

für mich das Lächeln der Beschäftigten und zu erleben, wie sie ihre Arbeit mit Freude ausführen, selbst wenn es eine unbeliebte Tätigkeit wie das Reinigen der Bäder ist. Im Miteinander sind wir ein bisschen wie eine große Familie.

ich an der Nähmaschine sitze und Patchworkdecken nähe. Dann muss ich mich so auf die Farbgebung und die Muster konzentrieren, dass ich alles um mich herum vergessen kann. Bei schönem Wetter ziehe ich auch gern die Laufschuhe an, und dann geht es raus ins Grüne. Laufen durch Rapsfelder und dann noch Sonne – besser geht es nicht!

weil ich alles um die Hauswirtschaft herum liebe. Ich dekoriere gern, ich liebe es, Gäste zu verwöhnen, ich habe sehr viel Freude am Backen und Kochen, denn beides bedeutet für mich reine Lebensfreude!

ganz viel pädagogische Arbeit. Unseren Beschäftigten oder den Azubis etwas beizubringen, ihnen Arbeitsabläufe zu erklären, mit ihnen neue Rezepte auszuprobieren oder manchmal auch auf Umgangsformen zu achten, ist mir sehr wichtig. Zum Beispiel Tischmanieren … die kann man hier bei uns, wenn man sie noch nicht mitbringt, durchaus noch lernen. Mancher lernt bei uns, dass man erst aufsteht, wenn alle aufgegessen haben, dass man gerade sitzt und dass das Handy beim Essen aus bleibt. Das klingt jetzt alles so altmodisch, es gehört doch aber zu guten Umgangsformen, und die sind wichtig, weil wir hier jeden Tag zahlreiche Gäste im Haus haben.

Die Wertschätzung der Beschäftigten uns Mitarbeitern gegenüber und umgekehrt ist schon sehr besonders, ich nenne es „arbeiten auf Herzhöhe“, das ist genau mein Ding.

das Wichtigste überhaupt! Bei uns bedeutet das z. B., dass wir Ausfälle durch Erkrankungen sofort ausgleichen können. Wir haben eine Whatsapp-Gruppe und es ist immer jemand da, der spontan einspringt, wenn Not am Mann bzw. an der Frau ist. Weil sich unser Team so gut trägt, können wir auch schwere Zeiten mit hoher Arbeitsbelastung bewältigen – und das fast immer mit guter Laune.

schätze ich die Gespräche bei Tisch, das sind Momente, in denen man sich auch mal entspannt über Persönliches unterhalten kann. Da haben wir für einander ein offenes Ohr

den Zusammenhalt. Der Landesverein ist fast wie eine große Familie. Nach sieben Jahren kenne ich durch verschiedene Veranstaltungen viele, viele schon liebgewordene Kollegen. Wir haben ja auch die Innerbetriebliche Fortbildung im Haus. Da trifft man immer wieder Kollegen, mit denen man sonst keinen Kontakt hat. Viele kleine Probleme lassen sich auf dem kleinen Dienstweg bearbeiten, man ruft eben mal an, das geht dann ganz schnell. So verbindet uns mit vielen Abteilungen eine tolle Zusammenarbeit – für die wir sehr, sehr dankbar sind.